Der englische Begriff Swap (manchmal auch Cross Currency Swap) bezeichnet in der Wirtschaft einfach den Tauschhandel. Euro gegen Dollar usw.. Wenn Sie mit Devisen handeln werden Ihnen aber, je nach Broker, wenn Sie die Position über Nacht offen lassen, so genannte Swap-Gebühren berechnet oder manchmal werden Ihnen sogar kleinere Beträge gut geschrieben. Diese kommen ganz einfach durch die Differenz der jeweiligen Zinssätze zu stande.
Wir erinnern uns: Der Devisenhandel ist ja ein Geschäft, bei dem immer eine Währung gekauft und eine andere Währung (zum gleichen Wert) verkauft wird. Wenn die Position dann geschlossen wird, wird die erste Währung wieder verkauft und die zweite gekauft - übrig bleibt die Kursdifferenz.
Je nach dem ob Sie Long oder Short spekulieren (auf steigende oder fallende Kurse setzen) variiert es, welche Währung gekauft und verkauft wird. Während dieser Handel nun besteht, also die Position "offen" ist, fallen für die jeweiligen Geldbeträge Zinsen an. Da die Zinssätze von Land zu Land variieren kommen Swaps zustande: Entweder Sie müssen Gebühren (=Zinsen) bezahlen wenn die Differenz negativ ist (Sie haben also z.B. weniger Zinsen durch Ihre Position in einer Fremdwährung bekommen als Sie für die Finanzierung der Position in der Basiswährung bezahlen müssen) oder umgekehrt. Je nach Währung und Position variieren diese Swaps, Sie bewegen sich jedoch für ein Standard-Lot eigentlich immer im Cent-Bereich.
Der Swap wird vom Broker meistens immer entweder nach Börsenschluss oder um Mitternacht (Achtung: Zeitverschiebung beachten!) berechnet.