devisenhandel forex header

MetaTrader Signale Der Service für die User?

MetaQuotes und die MQL5 Signale

Screenshot des Client Terminal des MetaTraders 4 in dem die MetaTrader Signale angewählt sind

Die Software-Schmiede MetaQuotes reagierte mit der Konzeption des MetaTraders 5 auf den Markt – gewünscht wurden nicht nur perfekte Tools zur technischen Analyse, sondern auch neben individuellen Indikatoren und Expert Advisors die einfache Integration von Handelssignalen. So wurde auf der Seite mql5.com eine Art "App-Store" für Tools und außerdem für Handelssignale geschaffen. Diese schnelle und einfache Einbindung von Trading Signalen war ursprünglich ein Feature des MetaTrader 5, ist nun aber ebenfalls für den allseits beliebten MetaTrader 4 verfügbar. Die auf unserer Seite getesteten Broker bieten eigentlich alle, wenn sie den MetaTrader als Trading Software bereitstellen, auch den Signal-Service an.

Einen Account auf MQL5.com anlegen aus der Metatrader-Software heraus

Wenn Sie sich für die MetaTrader Signale interessieren, dann benötigen Sie einen Account auf mql5.com. Diesen können Sie sich ganz einfach aus der Software heraus erstellen. Benötigt wird dazu zuerst einmal nur ein Username und eine eMail-Adresse – das Passwort wird Ihnen dann per eMail zugeschickt. Mehr Schritte benötigt es auch gar nicht – eigentlich nicht. Zwar können Sie bereits MQL5 Handelssignale abonnieren, allerdings werden diese via Abo-Modell mit einem Fixbetrag mit Ihrem Guthaben auf der Seite mql5.com abgerechnet. Es gibt zwar vereinzelt Anbieter, die ihre Signale kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung stellen, allerdings hat das in den meisten Fällen seine Gründe ...

Sie müssen nun also Ihren Zugang auf mql5.com erstmals "aufladen". Dies geht aber ebenfalls recht fix vonstatten: Rechts oben den "Login"-Link verwenden, mit dem Usernamen und Ihrem Passwort einloggen und dann auf Ihrer Profilseite den Menüpunkt "Payments" auf der linken Seite anwählen. Sie können Ihren Account nun mit PayPal, Neteller, WebMoney, UnionPay, QiWi Wallet oder vielen verschiedenen Kreditkarten aufladen. Für die meisten Metatrader Signal Provider fallen Kosten zwischen 20 und 30 USD pro Monat an. Wobei es allerdings ebenso vereinzelt Anbieter gibt, die wesentlich teurer sind.

Auf der Seite selbst kann die Liste der Signal-Anbieter nach Plattform (Metatrader 4 / Metatrader 5) abgerufen und anschließend nach entsprechendem Broker gefiltert werden. Wahrscheinlich findet dann eine Filterung nach Ping und/oder gehandelten Symbolen bzw. Slippage statt – genaues wird auf der Seite leider nicht erläutert.

Auswahl der MetaTrader Handelssignale

Bei der Auswahl eines passenden Signalgebers sollte man, wie auf anderen Plattformen auch, Vorsicht walten lassen. Die folgenden Regeln sollten dabei beachtet werden:

  • Ein maximaler Drawdown (Verlust) von über 25 % sollte eher ein Ausschlusskriterium sein, was man in der Liste auf der Seite durch entsprechend gesetzte Filter von Anfang an definieren kann.
  • Die ebenfalls schon anderweitig erwähnte Trefferquote von 100 % ist etwas, was für entsprechend große Verluste sorgen kann, da hier die Anbieter entweder keinen Stop-Loss setzen oder diesen in sehr weiter Entfernung vom aktuellen Kurs platzieren. Dies sollte zwar nicht allzu tragisch sein, sofern Sie lediglich 10 % Ihres Kapitals für diese Signale bereitstellen, kann aber im Zweifelsfalle für eine unnötig hohe Margin-Forderung sorgen, die Ihre sonstigen Handelsaktivitäten lahmlegt.
  • Ein hoher Profit Factor kann auch ein Zeichen für ein solides System sein. Dieser drückt das Verhältnis von Bruttogewinn zu Bruttoverlust aus. Werte um die 4.00 sind hervorragend, allerdings kann es sich schon bei einem Faktor > 2.00 um ein gutes System handeln, das den Signalen zugrunde liegt.
  • Ein Blick auf den Tab "Distribution" (Verteilung) zeigt eine Aufschlüsselung der Trades dieses Signal Providers nach Instrument und Long- und Short-Trades. Dies kann in mehreren Hinsichten aufschlussreich sein. Zum einen stehen bei einem Bärenmarkt, wenn überwiegend Long getraded wird, über kurz oder lang die Verluste ins Haus. Zum anderen streut es Ihr Risiko, wenn Sie selbst bereits die Euro-Hauptwährungspaare handeln und zusätzlich einen Signalanbieter abonnieren, der sich eher auf die Yen-Paare oder Rohstoffe etc. konzentiert.

Kehrseite des MetaTrader Signal Service

Insgesamt macht diese native Einbindung von Handelssignalen in den MetaTrader ein sehr gutes Bild. Allerdings gibt es hier auch ein paar Schattenseiten:

  • Wenn Sie nur über ein kleines Trading-Konto verfügen, also gerade mal 200 USD auf Ihr Konto eingezahlt haben, dann schlägt eine monatliche Subscription in Höhe von mindestens 20 USD schon entsprechend hoch zu Buche. Diese Signale müssten also mindestens 10 % Rendite (eigentlich mindestens 12,64 %, da die Abgeltungssteuer noch abgezogen wird) pro Monat erwirtschaften, damit Sie keinen Verlust machen! D. h. Marktteilnehmer, die über ein relativ kleines Trading-Konto verfügen, sollten eher auf andere Signal-Lösungen wie dem eToro Openbook oder ZuluTrade zurückgreifen.
  • Besonders wenn Sie nicht selber aktiv traden, sollten Sie Ihr Risiko streuen. Dies wird ermöglicht, indem man mehrere unterschiedliche MetaTrader Signal Provider aussucht und diese auf einem Konto laufen lässt. Wie beschrieben könnte man so verfahren – wenn es denn nur ginge. Egal ob MetaTrader 4 oder MetaTrader 5: Es ist nicht vorgesehen, mehr als einen einzigen Signalanbieter gleichzeitig auf einem Konto laufen zu lassen. Dabei könnten sich durch die Ausführung mehrerer Signale erwirtschaftete Gewinne gegenseitig akkumulieren. Die einzige Lösung ist hier, mehrerer Handelskonten zu eröffnen und das Kapital auf die verschiedenen Konten zu verteilen. Dies erlaubt natürlich, die Performance eines jeden Signal-Anbieters genau zu überwachen und wenn ein extremer Drawdown auftritt, betrifft dieser nur ein Konto und hat somit nur Auswirkungen auf die Performance-Kurve des einen Anbieters. Dennoch fänden wir es schöner, mehrere Handelssignale in einem Konto abonnieren zu können.
  • Nur während Ihr MetaTrader läuft, können Signale kopiert werden. Ist dieser nicht aktiviert, kann auch nichts auf Ihrem Konto passieren (außer natürlich dass offene Positionen an Take-Profit- oder Stop-Loss-Marken stoßen und dadurch geschlossen werden). Dies ist jedoch kein spezielles Problem der MetaTrader Signale, sondern trifft ebenfalls zu, wenn Sie mit einem Expert Advisor traden oder ZuluTrade bei einem Dritt-Broker (eben alles außer AAAFx) nutzen. Ist Ihr MetaTrader nicht am Netz, kann nicht gehandelt werden. Um also auf Dauer mit den Signalen Profit erwirtschaften zu können, benötigen Sie einen VPS (Virtual Private Server). Diesen können Sie aber z. B. bei Valutrades oder GKFX kostenlos erhalten, wenn Ihr Trading-Volumen eine gewisse Größe überschreitet.

Fazit? MetaTrader Signale gut oder schlecht?

Als Fazit bleibt zu bemerken, dass MetaQuotes hiermit ein gefragtes Feature implementiert und dabei ganze Arbeit geleistet hat. Konzeptionell bleibt nur zu bemängeln, dass nicht mehrere Signale auf einem Konto ausgeführt werden können. Aber vielleicht wird dieser Punkt demnächst behoben. Durch den eher [semi]professionellen Background der Trader, die den MetaTrader 4 oder MetaTrader 5 nutzen, haben wir eigentlich keine Zweifel, dass hier eine entsprechend "professionelle" Performance erwirtschaftet werden kann.

Zu den Brokern mit MetaTrader-Unterstützung