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MetaTrader 5 Was hat sich geändert?

Das neue Trading-Tool einmal ausprobieren?

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Der MetaTrader 5 (MT5) ist seit einiger Zeit schon auf dem Markt und es finden sich nun immer mehr Broker, die den MT5 unterstützen. Wie groß sind die Unterschiede zur vorherigen Version wirklich? Wir möchten hier einen kurzen, nicht-technisch orientierten Blick auf die neue Versionsnummer dieser Trading Software werfen. Die Installation des MT5 gestaltet sich genauso schnell und einfach wie bei der vorherigen Version. Bei unserem Vista-System ging alles problemlos und recht flott. Nach dem Start wird man von einer grafisch sehr ähnlichen Oberfläche begrüßt - der Unterschied muss also woanders zu suchen sein. Lediglich die Schaltflächen und die Schriftgröße sind etwas größer gehalten, was natürlich den aktuellen Systemen mit Full-HD oder noch größerer Auflösung entgegenkommt.

Die Tools zur Chartanalyse

Die Linienstudien sind im Großen und Ganzen ebenfalls identisch geblieben. Es finden sich jedoch hier ein paar neue Charting-Tools: Es lassen sich jetzt Zyklus Linien, Elliot Waves und Korrekturen oder Andrews Pitchfork auf den Chart anwenden. Auch die Optionen sind teilweise praktischer geworden - so lassen sich nun beispielsweise Trendlinien nicht nur als Strahl in eine Richtung erweitern, sondern auch wahlweise in die andere Richtung. Die Zeitfenster zur Chartdarstellung wurden ebenso erweitert. Neben den aus der letzten Version bekannten Zeitfenstern existieren nun auch M2, M3, M4, M6, M10, M12, M20, H2, H3, H6 und H12. Damit stehen dem Nutzer bedeutend mehr Timeframes zur Verfügung. Allerdings wurde auf eine Anpassung der Zeitzone nach wie vor noch verzichtet, obwohl eine individuelle UTC-Korrektur allein schon für das bekannte H4-Zeitfenster wünschenswert wäre.

Neue Ordertypen

Neu im MT5 ist ebenfalls, dass nun nicht nur bloße Limit- oder Stop-Orders zum Kaufen oder Verkaufen von Positionen erstellt werden können, sondern dass diese auch als quasi "Kombi-Order" aufgegeben werden können: die so genannten Buy Stop Limit oder Sell Stop Limit Orders. Dabei geht es einfach darum, dass, sobald der Kurs einen bestimmten Schwellenwert (Stop) erreicht hat, ein Limit-Order erstellt wird. Also z. B. kann man einen Buy Stop Limit Order in einiger Entfernung oberhalb von einer Widerstandslinie platzieren. Durchbricht der Preis nun diese Widerstandslinie nach oben, dann wird bei Erreichen des Orders ein Limit-Order ausgelöst, der z. B. wieder unterhalb der aktuellen Notierung, in der Gegend der Widerstandslinie, liegen kann. Dies dient dazu, um nicht schon bei jedem leichten Übertreten der Widerstandslinie Positionen aufzubauen, die danach dann vielleicht sowieso ins Negative laufen. Auf der anderen Seite will man einen möglichst nahen Einstiegspunkt am Widerstand haben - dieser wird oft erreicht, wenn kurz nach dem Bruch des Widerstandes selbiger wieder von oben ausgetestet wird. Um hier ohne manuelles Eingreifen einsteigen zu können, benötigt man solche Stop Limit Orders.

Interaktive Charts

MetaTrader 5 Screenshot

Sehr praktisch finden wir, dass man bei den bestehenden Orders TakeProfit- und Stop-Loss-Levels nicht nur wie bisher einfach auf der Chart sieht, sondern diese durch Anklicken verschieben kann. Zwar muss die Änderung des Levels danach noch in einem Fenster zum Ändern des Orders bestätigt werden, aber diese visuell interaktive Vorgehensweise spart schon ein paar Klicks und die manuelle Eingeben des neuen Preises.

Der Mark(e)t ist überall...

Und so findet sich als Reiter des Terminal-Fensters im MT5 ein Segment mit der Aufschrift Market. Dort findet man, ähnlich wie es dem geneigten Smartphone- oder Tablet-Nutzer von Apples App Store oder Googles Play Store bekannt ist, einen Bereich mit vielen Expert Advisors (EAs), Indikatoren, Skripten und sonstigen Tools, die als nützlicher Zusatz für den MT5 bereit stehen. Um diesen Market nutzen zu können, muss der User über ein Konto auf www.mql5.com verfügen - dort kann man sich aber kostenlos und in weniger als 60 Sekunden registrieren. (Rechts oben dem Link mit der Aufschrift "Registration" folgen.)

Verfügt man über einen Zugang zu der MQL5 Community und hat auf dem Market das gewünschte Tool gefunden, kann man es von der Beschreibungsseite aus mit einem einfachen Klick auf "Download" herunterladen. Die große Neuerung ist unserer Meinung nach, dass die so downgeloadeten Skripte vollautomatisch installiert werden und dem User ohne Neustart des Programmes sofort zur Verfügung stehen. Das ist ein klarer Pluspunkt für den Market! Das Angebot dort allgemein sieht größtenteils noch nicht besonders interessant aus. Die meisten EAs und Indikatoren sind auch hier kostenpflichtig und benötigen ein Guthaben auf dem ansonsten konstenlosen Community-Account. Die Preisspanne ist recht breit und reicht von 10, 20, 25 USD für einfache Tools bis hin zu über 1000 USD für den heiligen Gral (oder vielleicht doch nur einen weiteren Expert Advisor ...).

Fazit

Obwohl wir uns für die neue Versionsnummer des MetaTraders an ein paar Stellen mehr gewünscht hätten, wurde damit ein guter Schritt in eine neue Richtung gemacht. Mit der Einführung des Markets steht auch dem Trader ab jetzt die "App-Welt" offen. Da allerdings mit der neuen Versionsnummer auch elementare Änderungen in der den Indikatoren und Expert Advisors zugrunde liegenden Programmiersprache MQL vollzogen wurden, sind nun mit MQL5 die alten EAs, die unter dem MetaTrader 4 lauffähig waren, nicht mehr benutzbar. Wer also ein stark indikatorgestütztes Trading betreibt oder gar den einen oder anderen EA im Handel verwendet, der wird wahrscheinlich nach wie vor noch nicht umsteigen können (es sei denn, es existiert eine MQL5 Portierung seiner Tools). Auch die Option, ein Konto mit sowohl dem MT4 (für die EAs) als auch dem MT5 (für das diskretionäre Trading) zu handeln, ist leider nicht möglich. Allerdings wenn Sie sowieso keine EAs verwenden und keine besonders exotischen Indikatoren für Ihr Trading benötigen, werden Sie von einem Umstieg auf den MetaTrader 5 einen klaren Vorteil haben.

Eine komplette Brokerliste nach MT-Unterstützung finden Sie hier.