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Japanische Yen (JPY, ¥) Geschichte und Entwicklung

Geschichte des Yen

Die japanische Währung Yen (kurz JPY, Währungszeichen ¥) hat eine bewegte Geschichte hinter sich gebracht und zählt aktuell zu den vier wichtigsten monetären Systemen. Erst spät öffnete das Land der "Aufgehenden Sonne" seinen Finanz- und Geldmarkt und konnte somit an Bedeutung gewinnen. Die Bezeichnung Yen entstand aus einem Übersetzungsfehler ins Englische, seine Urform wird in das 2. Jahrhundert vor Christus datiert.

Der Japanische Yen wurde 1871 im Zuge des "Japanese Currency Act" als nationale Münzprägung in Osaka als Dezimalsystem eingeführt (1 ¥ = 100 Sen). Die heute weltweit bekannte Bezeichnung Yen geht allerdings auf einen Übersetzungsfehler englischer und amerikanischer Missionare bzw. Sprachforscher zurück. Ursprünglich wurde das Geld als "en", was in etwa "runder Gegenstand" bedeutet, bezeichnet. Diese Name stammte bereits aus dem 2. Jahrhundert vor Christus, als in China kreisrunde Münzen eingeführt wurden. Bis zum 8. Jahrhundert nach Christus wurden Chinesische Münzen nach Japan importiert. Erst im Jahr 708 begann man eigene Kupfer- und Silbermünzen zu prägen. Im Laufe des 19 Jahrhunderts wurde aber das japanische "e" mit "ye" ins Englische übersetzt, womit auch der Name "Yen" Einzug in die westliche Welt fand. Eine spätere Korrektur dieses Fehlers konnte aber die mittlerweile angenommene Bezeichnung für die japanische Währung nicht mehr verändern.

Ein Jahr nach Einführung des japanischen Yens (JPY) wurde ein weiteres wichtiges Gesetz verabschiedet, der Japanese National Bank Act. Dieser hatte nicht nur zur Folge, dass 1882 die Japanische National Bank (nach belgischem Vorbild) gegründet wurde, sondern bereits im Jahr 1879 153 Banken in Japan existierten. Im Jahr 1897 wurde der Goldstandard eingeführt (1931 wieder abgeschafft), 1901 wurde ein Banken-Höchststand mit 1867 Instituten gezählt.
So rasant die Entwicklung des Bankensystems und des JPY in Japan selbst von statten ging, umso zögerlicher verlief dessen weltweiter Erfolg. Der JPY erlangte erst 1964 die Konvertibilität, blieb aber zunächst fast unberührt. Das lag größtenteils an der nahezu völligen Abgrenzung des Kredit- und Geldsystems gegenüber dem Ausland. Der JPY fand also bis in die 1980er Jahre kaum Beachtung am Devisenmarkt.
In den 1980er Jahren begann man aber mit der Anhäufung von Währungsreserven, zahlreiche Auslandsfilialen wurden gegründet, schließlich wurden 1985 auch erstmals ausländische Treuhandelsbanken in Japan zugelassen. Durch diese Öffnung des japanischen Geld- und Finanzmarktes konnte der JPY an Bedeutung zulegen.

Heute zählt der JPY als eine der vier am häufigsten gehandelten Währungen am Devisenmarkt, ebenso zählt er mit knapp 3 % Anteil zu jenem erlauchten Kreis, der auch als Reservewährung in Betracht gezogen wird. Mittlerweile ist der Yen, nach einem Rekordtief 2002, wieder stabil und langsam auf dem Weg nach oben.

Quelle: "A History of Money" by Glyn Davies