Rate/Quote

Die Rate oder Quote beziffert den Preis einer Währung in Bezug auf eine Andere und kann im Deutschen am ehesten mit dem Begriff Kurs übersetzt werden. Der konkrete Wert einer Währung wird hierbei grundsätzlich und ausschließlich im Verhältnis zu einer weiteren Währung ausgedrückt. So besteht eine Transaktion am Devisenmarkt aus dem gleichzeitigen Kaufen und Verkaufen von Werten. Beispielsweise wird hierbei der US-Dollar eingesetzt, um dafür Euro zu erwerben. Soll der hierfür gültige Kurs zum Ausdruck gebracht werden, so geschieht dies in einer standardisierten Form, unter Nennung beider Währungen und des gültigen Wechselkurses. Dreistellige Abkürzungen für die gängigen Währungen haben sich hierbei durchgesetzt. Soll also definiert werden, zu welchem Kurs US-Dollar gegen Euro getauscht werden können, so wird hierzu zunächst die zu erwerbende Währung genannt, gefolgt von der Währung, mit der gekauft wird. In dem verwendeten Beispiel lautet die gebräuchliche Abkürzung also EURUSD, EUR für Euro und USD für US-Dollar. Nun folgt der eigentliche Wechselkurs, meist bis auf vier Stellen hinter dem Komma, als etwa 1.5933. Die Kursangabe EURUSD 1.5933 bedeutet also, dass zum Preis von 1,5933 US-Dollar je ein Euro erworben werden kann.

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Base Currency

Die offizielle Bezifferung eines Kurses am Devisenmarkt besteht aus der Nennung zweier Währungen, gefolgt von dem konkreten Wechselkurs. Dabei stellt die erste genannte Währung die Base Currency, teilweise auch als Primary Currency, Domestic Currency oder Accounting Currency bezeichnet, dar. Der konkrete Wert oder Kurs einer Währung wird grundsätzlich in Form eines Währungspaares ausgedrückt. Währungen sind ausschließlich paarweise handelbar, da immer ein Währung eingesetzt werden muss, um eine andere zu erwerben. Hierbei werden dreistellige Abkürzungen für die gängigen Währungen verwendet, die international standardisiert sind. Beispiele hierfür sind USD für den US-Dollar, EUR für den Euro, CHF für den Schweizer Franken, JPY für den Japanischen Yen oder GBP für das britische Pfund. Bei einer Kursangabe, die "EURUSD 1.5933" lautet, erfolgt die korrekte Lesart in dieser Form: Ein Euro (Base Currency) kann zu einem Preis in Höhe von 1,5933 US-Dollar erworben werden. Insofern drückt der Kurs aus, wie viel die Base Currency wert ist.

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Counter Currency

Während die Base Currency durch die ersten drei Buchstaben einer Kursangabe definiert wird, beziehen sich die Buchstaben vier bis sechs und somit die zweite Währungsabkürzung, auf die so genannte Quote Currency, die auch als Secondary oder Counter Currency bezeichnet wird. Im Deutschen Sprachgebrauch ist hier der Begriff der Gegenwährung verbreitet. Im Rahmen der verwendeten Nomenklatur am Devisenmarkt bezeichnet die Counter Currency den zweiten Bestandteil eines Währungspaares. In dem Beispiel "EURUSD" also den Bestandteil "USD", für den US-Dollar. In der konkreten Bedeutung beziffert eine Kursangabe, welcher Betrag der Counter Currency aufgebracht werden muss, um jeweils eine Einheit des Betrages der Base Currency zu erwerben. Das Beispiel EURUSD 1.5933 bedeutet also, dass 1,5933 US-Dollar, abgekürzt USD und mithin die Counter Currency, aufgewendet werden muss, um einen Euro, abgekürzt mit EUR, z erwerben.

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Bid Price

Wenn es um den Verkauf der Base Currency, also des ersten Wertes eines Währungspaares, geht, so wird der Preis, für den ein Händler die jeweilige Währung verkaufen kann, als Bid Price bezeichnet. Gebräuchlich ist hier ebenfalls die Bezeichnung Sell Price, während im Deutschen von dem so genannten Geldkurs gesprochen wird. Steht man als Händler in der Situation, dass man aufgrund der aktuellen Marktentwicklung oder der persönlichen Prognose, die Base Currency verkaufen möchte, so definiert der Bid Price eindeutig, zu welchem Kurs der Verkauf aktuell erfolgen würde. Im Rahmen des alltäglichen Handels am Devisenmarkt stellt der Bid Price insofern eine zentrale und wichtige Größe dar, da er dem Trader ermöglicht exakt zu berechnen, welchen Ertrag er bei einem sofortigen Verkauf erzielen kann. In aller Regel wird der Verkauf dann erfolgen, wenn der Händler davon ausgeht, dass der Wert der Base Currency in absehbarer Zeit absinken wird.

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Ask Price

Der Ask Price beziffert denjenigen Preis, den ein Händler zahlen muss, wenn er die Base Currency erwerben möchte. Häufig wird dieser Wert auch als Buy Price oder Offer Price bezeichnet, während im deutschen Sprachgebrauch die Bezeichnung Briefkurs verwendet wird. Besteht für den Händler das Interesse an einem Ankauf der Base Currency, so definiert der Ask Price den für eine Einheit dieser Währung zu zahlenden Preis, ausgedrückt in der Counter Currency oder Gegenwährung. Forex Trader haben dann ein Interesse an einem Ankauf der Base Currency, wenn sie aufgrund von Marktgeschehnissen oder persönlicher Analyse zu der Überzeugung gelangen, dass der Bid Price in absehbarer Zeit steigen wird. Ist dies der Fall, während sich eine Währung im Besitz des Forex Traders befindet, so realisiert er hierdurch den erwünschten Gewinn, wenn der Verkauf rechtzeitig erfolgt.

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Spread

Der Spread definiert die Differenz zwischen Bid Price und Ask Price und wird insofern auch als Bid/Ask Spread, Market Spread oder Kursspanne bezeichnet. Im Rahmen des Forex Handels stellt der Spread somit eine zentrale Variable dar, die durch den Trader genutzt wird, um potentielle Gewinne oder Verluste zu berechnen und einen geeigneten Zeitpunkt für Käufe und Verkäufe zu identifizieren. Als Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis vermittelt der Spread das geschäftliche Potential, das sich aus den aktuell gültigen Wechselkursen ergibt. Die konkrete Höhe von Spreads ist innerhalb des Forex Handels eher gering. Dies stellt ein wichtiges Unterscheidungskriterium zu anderen Finanzmärkten dar. Spekulationen innerhalb der vierten Stelle nach dem Komma sind am Devisenmarkt durchaus üblich und können in Verbindung mit einem geeigneten Hebel genutzt werden, um auch im Rahmen kleiner Investitionen deutliche Gewinne zu erzielen.

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PIP / PIPS

Der Handel am Forex Markt ist mit der Ausschöpfung selbst kleinster Unterschiede zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis verbunden. Der Unterschied selber wird hierbei als Spread bezeichnet und in der Einheit Pip gemessen. Auch die Begriffe Points oder Punkte sind durchaus gebräuchlich. Der Pip definiert die kleinstmögliche Einheit, die innerhalb des Handels mit Fremdwährungen Berücksichtigung findet. In der Regel stellt er damit die Schrittweite innerhalb der vierten Dezimalstelle eines Kurses dar. Forex Trader sind es gewohnt, mit dieser Einheit zu rechnen, da Kursunterschiede, die sich im Bereich der ersten beiden Dezimalstellen abspielen, nur selten vorkommen. Auch wenn damit der konkrete Spread je Einheit sehr gering ausfällt, so sorgt der gezielte Einsatz von Hebeleffekten dafür, dass auch kleine Kursschwankungen deutliche Gewinne oder Verluste mit sich bringen können.

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Day Trading

Werden an einem Finanzmarkt Werte innerhalb sehr kurzer Zeitspannen ge- und wieder verkauft, so spricht man von Day Trading. Händler in diesem Segment verfolgen das Ziel, selbst geringste Kursschwankungen zu nutzen, um damit Gewinne zu generieren. Klassische Anwendungsgebiete sind hierbei der Devisenmarkt, der Handel mit Aktien, Optionen, Zertifikaten und Futures. Der Kauf erfolgt in einem Moment, in dem der Kurs vergleichsweise niedrig ist, verbunden mit dem Ziel, die Position wieder abzustoßen, sobald der Kurs auf das gewünschte Niveau angestiegen ist. Dies kann innerhalb von wenigen Sekunden, Minuten oder auch Stunden der Fall sein und es bleibt dem Trader überlassen, die Wertentwicklung stetig zu prüfen, um seine Entscheidung zum Verkauf zum optimalen Zeitpunkt zu treffen. Möglich wurde diese Form des Handels erst durch die flächendeckende Verbreitung der schnellen Datenkommunikation. Moderne Online-Verbindungen erlauben den Handel in Sekundenschnelle und versetzen ambitionierte Händler damit in die Lage, ohne Zeitverzögerung auf Marktveränderungen und Kursentwicklungen zu reagieren, um Gewinne zu generieren.

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Transaction Cost

Unter dem Begriff Transaction Cost werden diejenigen Gebühren und Aufschläge zusammen gefasst, die ein Forex Trader, im Rahmen einer absolvierten Transaktion, an denjenigen entrichtet, der das Geschäft für ihn durchführt. Erfolgt der Forex Handel über eine der verfügbaren Plattformen im Internet, so fungiert deren Betreiber in diesem Fall als Market Maker und vermittelt somit zwischen dem Trader und dem Devisenmarkt. In der Regel umfassen die hierfür zu tragenden Kosten den Unterschied zwischen Bid Price und Ask Price, der meist bei drei Pips liegt. Im Einzelfall sollten die konkreten Kosten für die Inanspruchnahme der jeweiligen Vermittler durch den Forex Trader überprüft und verglichen werden, da übermäßige Gebühren die erzielbaren Gewinne schmälern. Aufgrund der Vergleichbarkeit verfügbarer Angebote hat sich die Gebührenstruktur stark angeglichen.

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Stop Loss

Im Bereich des Forex Handels stellt der so genannte Stop Loss eine Variante dar, die es dem Trader erlaubt, sein Risiko wirkungsvoll zu begrenzen. Wird diese Option z.B. im Rahmen des Ankaufes einer Währung gewählt, so erfolgt der automatische Verkauf, sobald es zu der Unterschreitung eines bestimmten Kurses kommt. Dieser Grenzwert wird aktiv durch den Trader festgelegt, der auf diesem Wege verhindert, dass ein übermäßiges Absinken des Kurses, über seine Erwartung hinaus, zu einem hohen Verlust führt. Somit stellt der Stop Loss ein Sicherungselement dar, dass es vor allem Einsteigern erlaubt, unerwartete Risiken auszuschließen. Fast alle Anbieter arbeiten mit einem obligatorischen Stop Loss, um hiermit zu verhindern, dass sich der Kontostand des Traders negativ entwickelt. Hierbei wird kein gezielter Wert für den Verkauf festgelegt, stattdessen reagiert das System auf Kursveränderungen, die für den Trader einen Kontostand unter Null mit sich bringen würden. Hier wird die entsprechende Transaktion automatisch beendet, um ein weiteres Absinken zu verhindern.

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Leverage-Effekt

Der Forex Handel lebt von geringfügigen Kursveränderungen, die sich meist im Bereich weniger Pips bewegen. Trader kaufen und verkaufen bestimmte Währungseinheiten, um hierbei von steigenden oder sinkenden Kursen zu profitieren. Würde sich das Engagement auf das tatsächlich eingesetzte Kapital beschränken, so wären damit auch die erzielbaren Gewinne drastisch limitiert. Selbst ein starker Kursanstieg würde sich bei einer Investition von 1.000 Euro lediglich in Form weniger Cent auswirken. Um auch bei geringem Einsatz deutliche Gewinne zu ermöglichen, arbeitet der Forex Markt mit einem Hebel, der als Leverage-Effekt bezeichnet wird. Diesem Prinzip liegt die Überlegung zu Grunde, dass es ausreicht, wenn der Händler denjenigen Betrag aktiv einsetzt, der dem maximal vorstellbaren Risiko einer Transaktion entspricht. So ist es dem Trader möglich, bereits mit einem kleinen Kapitaleinsatz ein Vielfaches des real eingezahlten Betrages zu bewegen. Der Leverage-Effekt wird in einem Zahlenverhältnis ausgedrückt. Arbeitet ein Anbieter mit einem Leverage von 200:1, so bedeutet dies, dass mit einem Kapital in Höhe von 1.000 Euro Transaktionen bis zu einer Größenordnung von 200.000 Euro getätigt werden können. Hierbei stellt der real Hinterlegte Betrag das maximal zu erwartende Risiko einer Transaktion dar. In der Praxis bedeutet dies, bezogen auf das genannte Beispiel, dass bei einem Währungsgeschäft in der Größenordnung von 200.000 Euro mit einem maximalen Verlust in Höhe von 1.000 Euro gerechnet werden muss.

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Margin

Die Margin bezeichnet innerhalb von Forex Geschäften denjenigen Betrag, der zur Absicherung einer Transaktion in Form von realem Geld eingezahlt werden muss. Hierbei sorgt der Leverage-Effekt für einen wirkungsvollen Hebel, in Bezug auf das maximal mögliche Engagement, das in Abhängigkeit von dem eingebrachten Kapital, möglich ist. Setzt der Forex Trader einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro für den Handel auf einer Forex Plattform ein und bewegt diesen auf das entsprechende Konto, so wird diese Einlage als Margin bezeichnet. Je nach Leverage ist es dem Trader nun möglich, Geschäfte in einer Größenordnung zu tätigen, die ein Vielfaches des Stammkapitals beträgt. Gängige Leverage Level sind hierbei 25:1, 50:1, 100:1, 200:1 und 400:1. Dabei gibt das Zahlenverhältnis Auskunft darüber, den wievielfachen Wert der real eingezahlten Margin der Trader, im Rahmen seiner Transaktionen, bewegen darf. Die Margin erlaubt Anlegern mit begrenzten finanziellen Mitteln eine Form des Handels, der bei Weitem über das tatsächliche finanzielle Vermögen hinaus geht, ohne dabei unberechenbaren Risiken ausgesetzt zu sein. Der Forex Handel auf der Basis von Margin und Leverage ist damit einer der überzeugenden Gründe für die Beliebtheit und stetige Verbreitung des Handels am Devisenmarkt.

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Fundamentale Analyse

Der Forex Handel bedingt den Einsatz einer gezielten Strategie durch den Trader. Diese kann auf unterschiedlichen Grundlagen beruhen und hängt stark von den grundsätzlichen Überzeugungen des Anlegers zusammen. Die Basis einer erfolgreichen Strategie bildet dabei in den meisten Fällen die Analyse von spezifischen Marktdaten, Informationen und Nachrichten. Zieht der Trader zur Beurteilung konkreter Marktchancen vorrangig ökonomische, politische und soziale Daten zu Rate, so wird in diesem Zusammenhang von einer fundamentalen Analyse gesprochen. Diese geht von dem Grundsatz aus, dass erkennbare Veränderungen einer Volkswirtschaft sofortige und regelmäßige Auswirkungen auf die konkrete Entwicklung der Währungskurse haben. Geübte Analysten entnehmen insofern entsprechenden Daten ihre individuellen Prognosen für die aktuelle Entwicklung am Währungsmarkt. Hierbei unterliegen die konkrete Analyse und Interpretation der, meist öffentlich zugänglichen, Informationen immer auch den individuellen Einstellungen, Erfahrungen und Kenntnissen des Traders.

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Technische Analyse

Viele Analysten gehen davon aus, dass einzelne Märkte innerhalb ihrer Entwicklung bestimmten, wiederkehrenden Mustern folgen. Die gründliche Analyse und Interpretation statistischer Daten, die in Zusammenhang mit dem jeweils zu betrachtenden Markt stehen, können somit Rückschlüsse auf künftige Entwicklungen ermöglichen. Dieser Ansatz wird als technische Analyse bezeichnet und bildet die strategische Basis vieler erfolgreicher Forex Trader. Hierbei spiegelt sich die persönliche Ausrichtung sowohl in der konkreten Auswahl der berücksichtigten Werte, als auch in deren Interpretation wieder. Die Art der Analyse stellt dabei lediglich eine grobe Ausrichtung des einzelnen Anlegers dar, da komplexe Handelsstrategien zumeist auf einer Kombination verschiedener Instrumente und Techniken basieren. Während Einsteiger und Anfänger am Forex Markt meist standardisierte Analyseverfahren einsetzen, entwickeln fortgeschrittene Anwender meist eigene Strategien, die im Laufe der Zeit vervollständigt und perfektioniert werden.

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