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Die staatliche Aufsicht BaFin FSA CBFS FFMS CySec FIN-FSA

Finanzaufsichtsbehörden

Wir kennen den Schrei nach Regulierung durch die jüngste Finanzkrise. Die Gefahren der verstrickten Finanzmärkte mit ihren komplexen Produkten wurden dabei auch für den Normalverbraucher offensichtlich. Aber wer sich mit Devisenhandel auseinandersetzt, weiß, dass es schon lange solche Regulierungsbehörden gibt, denen auch die FOREX-Broker unterliegen. Ein erfahrener Forex-Trader sollte diese Regulierungsbehörden kennen. Aus diesem Grund wollen wir hier einige der wichtigsten Behörden innerhalb und außerhalb Europas vorstellen.

Ganz unabhängig von dem Broker und der hiesigen Regulierungsbehörde sind Bankkonten europaweit bis zu einer Höhe von 100.000 EUR durch den Einlagensicherungsfond abgesichert. Geht also die Bank pleite, ist Ihr Geld bis zu dieser Summe in Euro (oder dem äquivalenten Wert in der lokalen Währung) abgesichert. Aus diesem Grund erscheint es besonders bei größeren Summen sinnvoll, einen Broker auszuwählen, bei dem die Kundenkonten von einer Bank und nicht vom Broker selbst verwaltet werden. Aber Achtung: Die Einlagensicherung greift nur, wenn es sich bei dem Betrag um EUR, Dänische Kronen oder einer anderen in der EU verwendeten Währung handelt. Sollten Sie Ihr Konto in USD oder Schweizer Franken führen, greift die Sicherung NICHT.

BaFin

Hierbei handelt es sich um die deutsche Finanzmarktaufsicht. Jede Bank und Versicherung, aber auch Händler mit diversen Finanzmarktinstrumenten wie eben Forex Broker unterliegen der Aufsicht dieser Behörde. Es unterliegen nicht viele der im Internet agierenden Broker der BaFin, aber das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Es gibt widersprüchliche Ansichten über diese Institution. Zum einen steht sie für die deutsche Gründlichkeit, und die ehemalige Stärke der Deutschen Mark wird teilweise den Bundesanstalten, aus deren Zusammenlegung die BaFin hervorgegangen ist, zugesprochen. Zum anderen hört man immer wieder Aussagen über die mangelnde Effektivität der internen Kontrolle dieser Anstalt bis hin zu Fällen von Veruntreuung.
www.bafin.de

FCA

Die Financial Conduct Authority, kurz FCA, stellt die britische Finanzmarktaufsicht dar. Sie ist einer der Nachfolger aus der bis 2013 existierenden Financial Services Authority (FSA). Hierbei handelt es sich anders als in Deutschland um eine komplett vom Staat unabhängige Behörde. Jedoch bestimmt das britische Finanzministerium den Aufsichtsrat. Finanziert wird die FCA aber ausschließlich über Marktteilnehmer wie etwa Börsen. Sehr interessant an der englischen Finanzmarktaufsicht ist auch die selbst auferlegte Absicht, die Öffentlichkeit über die Finanzsysteme zu informieren. Eine Aufgabe, die gerade im deutschsprachigen Raum oft zu kurz kommt. Wie auch in anderen Ländern müssen sich Unternehmen, welche Finanzdienstleistungen anbieten (also auch Broker), bei der FCA registrieren.
fca.org.uk

CySec

Hier handelt es sich um die Finanzmarktaufsicht in Zypern. Der volle Name dieser Behörde lautet Cyprus Securities and Exchange Commission. Jeder Forex-Trader sollte diese Finanzmarktaufsicht kennen, da viele Forex-Broker der Zuständigkeit Zyperns unterliegen. Warum entscheiden sich viele Broker für genau diese Jurisdiktion, denn rein nach den Statuten unterscheidet sich die Finanzmarktaufsicht auf Zypern kaum von anderen europäischen Behörden dieser Art? Hierzu muss erst mal erwähnt werden, dass mit dem Jahre 2008 der Euro in Zypern eingeführt wurde. Zu diesem Zweck wurden von der EZB unabhängige Prüfer eingesetzt, um in erster Linie die Zentralbank von Zypern, aber auch das Finanzsystem zu prüfen. Pricewaterhouse Coopers stellte diese externen Prüfer bis zum Jahre 2012. Somit kann Zypern und die CySec nicht als völlig abgekapselt von europäischen Vorgaben gesehen werden. Der Grund für die vielfältige Ansiedlung von Forex Brokern auf Zypern war in erster Linie die Steuersituation vor dem EU-Beitritt. Zypern war ein Steuerparadies wie etwa diverse karibische Inseln. Die jüngsten Anstrengungen Zyperns, diesen Ruf loszuwerden, sind sehr ernst und die CySec ging unter anderem aus dieser Absicht hervor. Es werden wohl in Zukunft einige Forex Broker einen Standortwechsel vornehmen.
www.cysec.gov.cy/default_en.aspx

HCMC

HCMC (Hellenic Capital Markets Commission) ist das Kürzel für die griechische Finanzaufsichtsbehörde, die zusammen mit der griechischen Politik derzeit durchaus einiges an Interesse verdient hat. Als mehr oder minder gewünschtes Mitglied der Euro-Zone untersteht die griechische Finanzaufsichtsbehörde in jedem Fall den Regeln der neuen ESFS. Dieses Regulierungssystem kümmerte sich aber in erster Linie nur um Banken, Versicherungen und Broker verschiedenster Finanzinstrumente. Dies sei hier eingeräumt, damit man durch die Staatspleite von Griechenland nicht zwangsläufig auf ein Versagen dieser europäischen Finanzregulierung schließt. Im Vergleich zur Politik Griechenlands, die teilweise sehr wenig Konsistenz in ihren Entscheidungen zeigt, scheint sich die griechische Finanzaufsicht durchaus kooperativ zu zeigen.
www.hcmc.gr/en_US

MFSA

Bei der MFSA handelt es sich um die maltesische Finanzmarktaufsicht. Als Malta Financial Services Authority wurde sie im Jahre 2002 per Gesetz gegründet. Die Institution arbeitet autonom und legt dem Malteser Parlament jährlich einen Bericht über ihre Arbeit sowie einen Strategieplan vor. Die MFSA ist Mitglied der EBA, der EIOPA und der ESMA. Außerdem ist sie bei den internationalen Organisationen IOSCO und IAIS eingetragen. Sie übernimmt innerhalb von Malta die Jurisdiktion und Regulierung. Weltweit ist Malta bei FX-Brokern einer der beliebtesten Handelsstandorte, weshalb die MFSA ein besonderes Augenmerk auf die Regulierung und Überwachung in diesem Bereich legt. Der Schutz der Investoren und Konsumenten vor Missbrauch ist eines der Hauptanliegen. Es gibt einen eigenen Beschwerdemanager, an den sich die Endkunden bei Bedarf wenden können. Allgemein arbeitet die MFSA präventiv, d.h. sie gibt klare Regeln vor, verfolgt Verdachtsfälle bei Beschwerden und überwacht den Finanzmarkt von Malta. Die MFSA versteht sich auch als beratende Institution, indem sie selbst Vorschläge zur Optimierung des Finanzmarktes macht und Initiativen zur Verbesserung der Standards sowie der Ausbildung der Finanzindustrie Maltas unterstützt. Sie arbeitet hierfür eng mit nationalen und internationalen Finanzinstituten sowie den entsprechenden Medien zusammen. Die MFSA ist um eine weltweite gute Reputation des maltesischen Finanzmarktes bemüht.
www.mfsa.com.mt

CBFS

Diese Abkürzung steht für Central Bank and Financial Services Authority of Ireland und damit für die irische Finanzmarktaufsicht. Aber wie der Name schon ankündigt, handelt es sich um eine Verschmelzung aus Zentralbank und Finanzmarktaufsicht. Wobei die Funktion als Zentralbank mittlerweile durch die EZB stark eingeschränkt ist. Im Allgemeinen ist die irische Finanzmarktaufsicht eine Behörde im Wandel. Die Aufgabengebiete haben sich in den letzten Jahrzehnten stark erweitert und mussten mit der wachsenden Bedeutung Irlands auf den Weltfinanzmärkten mitwachsen. So konnte auch jüngst berichtet werden, dass Irland die schwerste Rezession seit 80 Jahren überwunden hat.
www.centralbank.ie

FFMS

Hierbei handelt es sich um die russische Finanzmarktaufsicht. Der volle Name lautet Federal Financial Markets Service. Diese Behörde wurde von Präsident Putin gegründet. Auch diese Finanzmarktaufsicht kann von einiger Bedeutung für Forex Trader sein, da vor allem sehr große Broker in Russland angesiedelt sind, wie auch einiges an bedeutender Forex-Software aus diesem Land stammt. Die russische Finanzmarktaufsicht hat zwar keinen Bezug zur EU, jedoch wurden in den letzten Jahren mehrere Papiere unterzeichnet, in denen die FFMS zusichert, ihre Standards für Regulation an internationale Standards anzugleichen (ähnliche Situation wie für die CySec). Die Aufgabenbereiche der FFMS sind ähnlich der von anderen Finanzmarktaufsichtsbehörden und schließen vielleicht als etwas Besonderes die Verwaltung des Pensionsfonds mit ein.
www.fcsm.ru

FSC

FSC steht für Financial Service Commission. Ein Begriff, der in mehreren Staaten für die staatliche Finanzaufsichtsbehörde steht. Hier handelt es sich aber um die Aufsichtsbehörde in Bulgarien. Im Jahr 2007 ist Bulgarien der EU beigetreten und folglich hat sich der Eingliederungsprozess stark unter dem Schatten der Finanzkrise vollzogen. Dies merkt man vor allem mit einem Blick auf die FSC, die insbesondere die neuen Regulierungsorgane des EU-Finanzsystems besonders hoch hält. Für den Devisenmarkt ist dabei die wichtigste neue Behörde die ESMA (European Securities and Markets Authority). Eine enge Zusammenarbeit mit dieser und den 3 weiteren neuen Behörden steht groß im Leitbild der FSC. Natürlich kann man nicht ausschließlich einem Vorsatz vertrauen, aber im Umkehrschluss kann sich die FSC schwer diesen neuen Regulierungsbehörden entziehen. Diese zwei Fakten ergeben eine relativ hohe Sicherheit für alle Trader, die mit bulgarischen (oder dort registrierten) Brokern zusammenarbeiten. Eine Besonderheit dieser Finanzaufsicht ist auch, dass sie sich nicht um den Bankensektor kümmert, sondern um alle anderen Finanzinstrumente und deren Sicherheit. Forex-Broker gehören natürlich zu diesen zusätzlichen Finanzinstrumenten (neben z. B. Fonds und Versicherungen).
www.fsc.bg/Home-en-1

FIN-FSA

Hinter dem Kürzel FIN-FSA verbirgt sich die Finland Financial Supervision Authority, die unabhängige Finanzaufsichtsbehörde Finnlands. Die FIN-FSA beaufsichtigt sowohl Banken als auch große Versicherungsgesellschaften, Investmentfirmen, Aktiengesellschaften und Rentenfonds. Rund 95 Prozent der FIN-FSA wird von den beaufsichtigten Institutionen finanziert, der restliche Betrag von der Bank of Finland zur Verfügung gestellt. Die FIN-FSA ist verwaltungstechnisch mit der Bank of Finland verknüpft, trifft ihre Entscheidungen jedoch unabhängig von der Bank. Der Sitz der Aufsichtsbehörde befindet sich in Helsinki. In der finnischen Hauptstadt unterhält die Institution zwei Büros und beschäftigt über 200 Mitarbeiter. Das Ziel der Regulierungsbehörde ist es, durch ihre Arbeit eine Balance zwischen Kreditinstituten, Versicherungsgesellschaften und Rentenfonds zu ermöglichen und zu fördern. Die FIN-FSA schützt die Rechte der Versicherten und versucht, das kollektive Vertrauen der Öffentlichkeit gegenüber den Finanzmärkten zu stärken. Zudem überwacht die Behörde das Finanzmarkt-Handeln der Gesellschaften und achtet darauf, dass dies in Übereinstimmung mit den geltenden Bestimmungen geschieht.

Die FIN-FSA fördert auch die Verbreitung von Wissen über die Finanzmärkte. Die Grundsätze der FIN-FSA lauten: dynamisch, verantwortlich, produktiv und gemeinsam. Das "Set" der Regulierungen der Behörde schließt sowohl die vom Gesetz bindenden Regulierungen als auch die Leitlinien der FIN-FSA selbst mit ein. Die FIN-FSA kann im Falle von Verstößen gegen diese Richtlinien administrative Sanktionen verhängen, beispielsweise Marktverbot oder Strafzahlungen. Einlagensicherung in Finnland: Seit Januar 2011 werden die Einlagen in Finnland bis zu einem maximalen Betrag von 100.000 Euro pro Kunde zu 100 Prozent abgesichert. Der Einlagensicherungsfonds wird in Finnland vom Verband der finnischen Finanzdienstleistungsunternehmen, der "Federation of Finnish Financial Service", organisiert.
www.fin-fsa.fi/en/Pages/Default.aspx

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