ECN Broker min. Depot-
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Währungs-
paare
min. Lot-
größe
Aufsichts-
behörde
Web-
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MT4/
MT5
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Valutrades 250 USD, EUR,... 400:1 1,3 59 1000 FCA - 4 hier
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Sensus Capital Markets Ltd. 500 EUR, USD,... 400:1 ab 0,9 PIPs oder 0,00007%/Lot 50 1000 MFSA, BaFin - 4 hier
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GKFX 10 EUR, USD,... 400:1 1,5 - 1,8 PIPs 109 10000 FCA, BaFin ja 4 hier
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SuperTradingOnline 2.000 EUR, USD 500:1 0,4 PIPs + 0,00025%/Lot Kom. 31 1000 FCA, CySec, CONSOB - 4 hier
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DeltaStock 100 USD, EUR,... 200:1 keinen, 0,003%/Lot Kom. 72 10000 FSC ja 4 hier
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FinFX 2.000 EUR, USD,... 100:1 ab 0,2 PIPs + 0,00006%/Lot Kom 29 10000 FIN-FSA - 4 hier
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NSFX 3.000 USD 100:1 0,9 PIPs 44 10000 MFSA ja 4 hier
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ActivTrades: Broker mit Metatrader und Ninjatrader 250 EUR, USD,... 400:1 ab 0,9 PIPs 44 1000 FCA - 4 + 5 hier
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ORBEX 500 USD, EUR 300:1 ab 0,6 PIPs + 0,0001%/Lot Kom. 32 10000 CySec ja 4 hier
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Anmerkung: Die aufgeführten Handelsbedingungen betreffen die ECN-Konten der Broker (darüber hinaus bieten manche ECN Broker auch noch normale Retail-Konten mit anderen Bedingungen an).
* ActivTrades und GKFX bieten kein klassisches ECN-Konto, sondern ein STP-Konto ("Interbanken-Konto"), was aber auch in dem Zusammenhang sicherlich interessant ist.


Unterschiedliche Brokertypen

Als Trader sollte man nicht nur allgemein Bescheid wissen, sondern sich auch zweifelsfrei für die richtige Gruppe von Brokern entscheiden können. Zum einen gibt es die ECN-Broker. ECN steht für Electronic Communication Network und der ECN-Broker stellt der Definition entsprechend einen eigenen Devisenmarkt dar, auf dem die Kunden des ECN-Brokers handeln. Über diese Art von Broker stolpert man kaum oder gar nicht ungewollt. Die Retail-Broker (auch als Market Maker bezeichnet) findet man leichter und darunter versteht man meist die Standard FOREX Broker. Auch der Einstieg in den Forex-Handel ist mit den Retail-Brokern sehr leicht bzw. wird durch die Broker selbst stark gefördert.

Unterschiedliche Struktur

Der Market Maker orientiert seine Kurse an denen, die seine Liquiditätsversorger (z. B. Großbanken) ihm vorgeben, und addiert hierzu seinen Spread. Er nimmt Orders seiner Kunden entgegen und sichert sich je nach Broker selbst dadurch ab, dass er selbst am Interbankenmarkt Handelspositionen eröffnet, die gleichlautend mit der Summe der Handelspositionen seiner Kunden sind. Man spricht hier auch vom so genannten hedgen oder hedging von Positionen. Durch dieses Verhalten verliert der Retail-Broker kein Geld, wenn seine Kunden gewinnen und umgekehrt. Er verdient lediglich an den Spreads. Auf der anderen Seite, wenn die Kunden zu schnell handeln und dabei noch Gewinne erzielen, bleibt dem Market Maker keine Zeit mehr, die Positionen seinerseits auch nochmal abzusichern. Aus genau diesem Grund ist die Verwendung einer FOREX-Scalping Strategie bei den meisten Market Makern unerwünscht und verboten.
Im Gegensatz hierzu kann der Kunde über einen ECN-Broker handeln, wie er will, denn ein ECN-Broker ist an sich selbst eine Börse, auf der die Kurse durch Angebot und Nachfrage der Kunden des Brokers entstehen. Zu guter Letzt gibt es auch noch den STP-Broker, der quasi wie ein Retail-Broker agiert, allerdings die Positionen seiner Trader direkt an den Interbankenmarkt weiterreicht. ECN- und STP-Broker werden deshalb auch als DMA-Broker bezeichnet. DMA ist hier eine Abkürzung für Direct Market Access - also "direkter Marktzugriff", denn den hat man auf alle Fälle bei diesen Brokern.

Unterschiedliche Konditionen

Dies führt direkt zu dem großen Unterschied an Konditionen, die jeweils den ECN-Broker oder Retail-Broker ausmachen. Mit einem ECN-Broker kann man meistens nur mit einem großen Startkapital arbeiten. Ein Betrag von beispielsweise 1.000 bis 5.000 $ oder gar noch mehr ist bei ECN Brokern keine Seltenheit.

Der ECN-Broker gewährt seinen Kunden selten einen so großen Hebel wie ein Retail-Broker. Außerdem arbeitet ein ECN-Broker nicht oder nur mit relativ geringen Spreads, dafür finanziert er sich in der Regel über so genannte Kommissionen pro Handel, was den Handel besonders von großen Positionen in der Regel verbilligt. Man kann auch Kommissionen bei einem Retail-Broker finden, diese sind aber eher selten, da dieser Broker in erster Linie nur über die Spreads seine Einnahmen macht.
Darüber hinaus ermöglichen es Retail-Broker, schon mit sehr geringem Kapital und gleichzeitig relativ hohem Hebel zu handeln. Dort reichen oft schon 50 € aus, um in den Forex-Handel einzusteigen.

Ein großer Nachteil von ECN- oder auch den zuletzt erwähnten STP-Brokern kann sein, dass durch den "Handel mit den anderen Kunden" (ECN) bzw. dem "Durchreichen der Orders an den Interbanken-Markt" (STP) der Order verzögert und zu einem anderen Preis als vom Trader gewünscht ausgeführt wird (man spricht von der sogenannten Slippage). Im Gegensatz zu den Retail-Brokern kann ein STP- oder ECN-Broker aus diesem Grund nicht für einen fixen Stop-Loss garantieren! Das heißt man kann einen Stop-Loss-Order zwar eintragen (meistens erst wenn der Trade am Markt platziert wurde), der Auftrag zum Schließen der Position wird dann bei Erreichen dieses Preises ausgeführt, jedoch wird eben wieder mit dem Markt gehandelt (ECN) oder der entsprechende Order durchgereicht (STP). Zu welchem Kurs dieser dann ausgeführt wird, muss nicht identisch mit Ihrem vorgegebenen StopLoss-Wert sein. Im Normalfall sollten ein paar PIPS Unterschied zu verschmerzen sein, bei extremen Marktsituationen (durch News etc.) kann das aber schon zu größeren Verlusten als ursprünglich geplant führen.

Fazit

Letztendlich ist es Ihre Entscheidung, welche Art Broker Sie wählen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es für Scalper keine Frage ist und diese zu einem DMA-Broker gehen müssen - alles andere bringt auf die Dauer nur Ärger mit sich. Alle anderen sollten jedoch mit einem seriösen Retail-Broker, der innerhalb der EU reguliert wird, keine Nachteile haben.

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