Devisenmarkt: Die Plattform für den Devisenhandel

Der Handel mit Devisen stellt weltweit den mit Abstand größten Finanzmarkt dar und erreicht mit einem täglichen Volumen von bis zu 3 Billionen US-Dollar einen beeindruckenden Umfang. Durch die Einführung des Euros hat sich die alltägliche Beschäftigung vieler Europäer mit fremden Währungen stark reduziert und der Devisenhandel wurde hierdurch für Viele weniger greifbar. Dabei ist das Grundprinzip einfach und verständlich.

Selbst ein komplexes Wirtschaftssystem basiert auf der Tatsache, dass jeder verfügbaren Ware an einem bestimmten Markt ein bestimmter Preis zugeordnet werden kann. Dies gilt für Produkte des täglichen Lebens ebenso, wie für Rohstoffe, Aktien und auch fremde Währungen. Der konkrete Preis ist hierbei von dem Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage abhängig. Je mehr Verbraucher an einem bestimmten Produkt interessiert sind und je weniger es von diesem Produkt gibt, desto höher steigt sein Preis. Interessieren sich nur Wenige für das Produkt und ist es darüber hinaus in einer großen Menge verfügbar, so sinkt der Preis in der Folge. Aufgrund der Tatsache, dass Menschen heutigen Tages international kommunizieren und fast alle Güter durch die moderne Logistik weltweit verfügbar sind, gleichen sich die Preise unterschiedlicher Märkte mit der Zeit automatisch an. Hierbei kommt es zu zeitlichen Verzögerungen, so dass ein bestimmtes Gut an einem Handelsplatz einen Preis aufweist, der sich von dem Preis an einem anderen Handelsplatz unterscheidet.

Der Handel selber basiert ebenfalls auf einem einfachen Grundprinzip. Jeder Händler ist darum bemüht, eine Ware günstig zu erwerben und teuer zu verkaufen. Zu Beginn der Geschichte des Handels war diese Tätigkeit immer mit dem Reisen verbunden. Wurde hier ein Weg gefunden, eine begehrte Ware über lange Strecken zu transportieren, sie am Ursprungsort preiswert zu erwerben, um sie dann am Zielort zu einem weitaus höheren Preis zu verkaufen, so waren die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg erfüllt. Heute ist es nicht mehr nötig, dass Händler die Welt auf der Suche nach günstigen Produkten bereisen. Telekommunikation, Datenverkehr und das Internet ersetzen die persönliche Anwesenheit, während eine standardisierte Logistik für einen risikolosen und kalkulierbaren Transport sorgt. So haben sich die Formen des Handels im Laufe der Jahrhunderte stark verändert, während die Grundprinzipien gleich geblieben sind.

Das Gesagte trifft in vollem Umfang auf den modernen Devisenhandel zu. Hierbei ist eine fremde Währung nichts anderes, als ein Produkt, dessen Preis sich in jeder beliebigen anderen Währung ausdrücken lässt. So genügt ein Blick in das Internet, um festzustellen, welcher Eurobetrag für den Gegenwert eines US-Dollars erworben werden kann und umgekehrt. Die Wertfestlegung von Währungen erfolgt somit grundsätzlich in Paaren. Der Wert einer Währung wird hierzu in dem Wert einer anderen Währung dargestellt. Faktisch bedeutet der Handel mit Devisen, dass eine Währung eingesetzt wird, um eine andere Währung zu kaufen. Devisengeschäfte bestehen also grundsätzlich aus dem gleichzeitigen Kaufen und Verkaufen von Währungen. Dies geschieht heutigen Tages allerdings nicht mehr in physischer Ausprägung. Die gehandelten Geldbeträge werden nicht wirklich bewegt, nicht an Bankschaltern getauscht oder an den Käufer ausgeliefert. Ebenso wenig ist der Devisenhandel an einen festen Handelsort, also eine Börse oder einen Markt gebunden, sondern erfolgt ausschließlich auf dem elektronischen Wege. Diese Form des Handels wird als Interbankenmarkt bezeichnet.

Der Devisenmarkt selber wird als Forex, als Abkürzung für Foreign Exchange Market, bezeichnet. Die Hauptakteure dieses Marktes sind Zentralbanken, Außenhändler, Großbanken und Investoren. In einem komplexen Zusammenhang zwischen Auslandsinvestitionen und Exporten ergeben sich hierbei die konkreten Preise, die sich in Form von Wechselkursen fixieren und berechnen lassen. Ausgedrückt werden diese Kurse durch die Nennung zweier Währungen und eines Quotierungswertes. Soll das Wertverhältnis zwischen Euro und US-Dollar ausgedrückt werden, so geschieht das am Devisenmarkt in folgender Form: EURUSD 1.5909. Dies bedeutet, dass ein Euro zum Preis von 1,5909 US-Dollar gekauft werden kann. Hierbei bezeichnet man den ersten Wert als Base Currency und den zweiten Wert als Counter Currency. Gemeinsam verwendet ergibt sich so ein Währungspaar. Mit einem Anteil von mehr als 28 Prozent ist dabei das EURUSD Paar dasjenige, welches am häufigsten am Devisenmarkt gehandelt wird, gefolgt von US-Dollar zu Japanischen Yen (USDJPY) mit insgesamt 17 Prozent und Britischen Pfund zu US-Dollar (GBPUSD) mit immerhin 14 Prozent.

Der Forex Markt ist vor allem deswegen interessant, weil er weder zentral abgewickelt, noch gesetzlich stark reguliert wird. Hierdurch ergeben sich beinahe ständig kleine Differenzen zwischen den einzelnen Währungskursen, die als Spreads bezeichnet werden. Von diesen Unterschiedenen profitieren die Händler des Devisenmarktes, so genannte Forex Trader, wenn sie in rascher Abfolge Währungen kaufen und anschließend wieder veräußern. Dies geschieht heutigen Tages vollelektronisch über Computerprogramme. Diese versorgen den Anwender sowohl mit aktuellen Kursen und Marktinformationen, als dass sie ihn auch in die Lage versetzen, Kauf- und Verkaufstransaktionen unmittelbar per Internet-Verbindung durchzuführen. Eine wachsende Anzahl von Handelsplattformen bietet interessierten Anlegern und Tradern diesen Service an und setzt hierzu bestimmte Schwerpunkte. Während vor allem solche Portale, die sich an Anfänger und Einsteiger am Forex Markt wenden, darum bemüht sind, einen spielerischen Umgang mit den Handelsaktivitäten zu forcieren, reicht die Palette verfügbarer Anbieter bis hin zu solchen, die mit einer Vielzahl von Marktdaten, Hintergrundinformationen und Empfehlungen dem professionellen Trader alle Instrumente an die Hand geben, die er zum erfolgreichen Handel am Devisenmarkt benötigt.

Die Kursdifferenzen, von denen Forex Trader profitieren können, sind meist sehr gering und spielen sich innerhalb der dritten bis sechsten Nachkommastelle eines Währungspaares ab. Würde hier ausschließlich mit kleinen oder mittleren Beträgen gehandelt werden, so fielen die erzielbaren Gewinne sehr gering aus. Der Forex Markt bringt deshalb ein besonderes Werkzeug zum Einsatz, dass eine Hebelwirkung auf das eingesetzte Kapital ausübt. Dem Modell liegt zu Grunde, dass wirklich große Kurssprünge bei anerkannten Währungen mehr als unwahrscheinlich sind. Von daher genügt es, wenn der Forex Trader lediglich denjenigen Anteil einer Transaktion in Form von Geld hinterlegt, der der Höhe des maximal wahrscheinlichen Risikos entspricht. So hat der Trader die Möglichkeit, mit einem geringen Kapital einen wesentlich höheren Geldbetrag zu bewegen. Die Hebelwirkung wird als Leverage Effekt bezeichnet, während man in Bezug auf den hinterlegten Geldbetrag von der Margin spricht. Mit einer Margin von 100 Euro lassen sich bei einem Leverage von 200:1 also bereits 20.000 Euro bewegen. In der Praxis bedeutet dies, dass der Forex Trader 100 Euro auf einem Konto hinterlegt und damit Währungspaare für bis zu 20.000 Euro erwerben kann. In dieser Größenordnung machen sich selbst geringe Kursschwankungen bereits bemerkbar, so dass bei geringem Kapitaleinsatz bereits hohe Gewinne erzielt werden können. Zu unterscheiden ist hierbei jedoch zwischen Forex Anbietern, die es erlauben, dass Konten von Tradern einen negativen Bestand aufweisen können und solchen, die ausschließlich positive Konten führen. Verändern sich Kurse über die zu Grunde liegende Margin hinaus in negativer Richtung, so schuldet der Forex Trader im Rahmen des ersten Modells den Differenzbetrag. Wird die Überziehung des Kontos dagegen nicht zu gelassen, so arbeiten die Anbieter mit einem automatischen Verkauf solcher Transaktionen, die das Konto des Traders ins Minus laufen lassen würden. Dies bietet sowohl für den Anbieter als auch für den Forex Trader einen zusätzlichen Schutz und sorgt dafür, dass ausschließlich die eingezahlte Margin riskiert werden kann. Vor allem Anfänger sollten, zu Gunsten ihrer eigenen Sicherheit, auf solche Modelle achten.

Darüber hinaus bieten viele Plattformen zusätzliche Sicherheitssysteme an. In den meisten Fällen können durch den Forex Trader so genannte Stop Loss gesetzt werden. Dies bedeutet, dass eine Währung automatisch verkauft wird, wenn sie einen bestimmten Kurs erreicht hat. Geschickt eingesetzt sorgen solche Systeme dafür, dass auch bei Unaufmerksamkeit des Traders keine größeren Schäden entstehen können. Der Handel mit Devisen beinhaltet, wie jeder andere Handel auch, bestimmte Risiken, über die sich Anfänger und Fortgeschrittene im Klaren sein sollten. Insbesondere der Forex Handel erlaubt es dem Trader allerdings, durch eine Kombination von persönlichem Finanzmanagement und dem Einsatz risikobegrenzender Instrumente, Sorge dafür zu tragen, dass die möglichen Verluste nie über den Betrag hinaus gehen, den man bereit ist einzusetzen. Der Devisenhandel ist spannungsgeladen und abwechslungsreich und bietet Menschen mit entsprechenden Fähigkeiten interessante Möglichkeiten, um Geld zu verdienen. Ausgeprägte Kenntnisse über den Devisenmarkt, Zugang zu aktuellen Informationen, Disziplin in der Interpretation von Marktdaten und im Umgang mit dem eigenen Kapital, sowie ein starker Wille zu Entscheidungen im richtigen Moment begünstigen den Erfolg am größten Finanzmarkt der Welt und eröffnen damit neue berufliche Perspektiven als Forex Trader.

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