Die CFDs im allgemeinen

Hinter der Bezeichnung CFD verbirgt sich das wahrscheinlich transparenteste derivate Finanzinstrumente für sowohl erfahrene Privatanleger als auch professionelle Akteure auf den Finanzmärkten. Ein Contract for Diffrence oder zu deutsch ein "Vertrag über die Differenz" beschreibt ein terminloses Wertpapier, mit dem man sowohl an Kursgewinnen als auch an Kursverlusten verdienen kann ohne das jeweilige Wertpapier oder den Rohstoff selbst zu besitzen.

Doch wie funktionieren CFDs genau und wo kommen sie her? Gerade die Entstehung der CFDs ist in der heutigen Zeit besonders beachtlich. Denn dieses Finanzinstrument ist entstanden um Stempelgebühren bei Börsentransaktionen zu verringern. Gerade solche Gebühren auf Wertpapiergeschäfte werden aktuell gerne diskutiert. Diese Idee stellt aber keinesfalls eine neue Idee dar, wie viele Medien das gerne verkaufen. Es gab in der Geschichte schon vielfältige Ausformungen von Transaktionsgebühren und eben der Stempelgebühr an der Londoner Börse haben wir das Finanzinstrument CFDs zu verdanken.

Der CFD Handel funktioniert trotz seines eher jungen Alters, im Vergleich zu Futures oder Optionen, besonders einfach und logisch. Beim Abschluss eines CFD Trades auf ein Wertpapier wird einfach nur angenommen, man hätte das Wertpapier gekauft, ohne das Wertpapier wirklich kaufen zu müssen. Man verdient an allen Kursgewinnen des Wertpapiers mit und kann seinen CFD zu theoretisch jedem beliebigen Zeitpunkt einlösen und die Position damit schließen. Jede Kursdifferenz wird dabei als Gewinn oder Verlust verbucht - ohne jemals das Wertpapier in seinem Besitz gehabt zu haben. Diese Wirkung erhöht vor allem die Kurzzeit-Effizienz des eigenen Kapitals.

Das oben beschriebene Beispiel ist identisch mit der "Long"-Spekulation am Devisenmarkt. Anders ausgedrückt wurde im oben genannten Beispiel auf Kursgewinne gesetzt. Das Gegenteil, also das Spekulieren auf Kursverluste, wird als eine "Short"-Spekulation bezeichnet. Von der Vorgehensweise her wird dazu ein Leerverkauf initiiert der dann, beim Schließen der Position, einen Kauf des Wertpapiers nach sich zieht. Praktisch können Sie aber z.B. im AvaTrader einfach auf "Kauf" oder "Verkauf" drücken. Der Gewinn, sofern man auf die richtige Tendenz setzt, ist in jedem Fall die Differenz zwischen dem Kurs des Wertpapiers zum Eröffnungszeitpunkt des CFD Trades und dem Endzeitpunkt des Trades. Dies steckt gewissermaßen auch in der Bezeichnung: Ein Vertrag über die Differenz.

CFDs Trading in der Praxis:
CFD Handel für mehr Bewegung

Bei einem CFD Handel kommt im Vergleich zu klassischen Wertpapieren noch der Hebel ins Spiel. Dies bedeutete, dass man einerseits weniger Eigenkapital benötigt um auf klassische Wertpapiere zu spekulieren. Will man zum Beispiel auf eine Aufwertung von Commerzbank Aktien in einem Volumen von 10.000 € spekulieren benötigt man bei einer Margin von 5 % nicht ein Kapital von 10.000 €, sondern nur von 500 € und kann trotzdem die vollen Gewinne einfahren, wenn der Kurs der Commerzbank Aktie entsprechend steigt. Aus dieser geringen Eigenkapital-Marge (Normalerweise zwischen 1 und 10 %) errechnet sich der Hebel der dem CFD Trading zugrunde liegt.

Warum nun das CFD Trading respektive die CFDs als hochspekulative Finanzinstrumentw bezeichnet werden, ist auf den Schutz der Anleger zurückzuführen. Durch den geringen Eigenkapital-Anteil (Margin) kann mit wenig Geld bereits eine recht große Menge an Kapital auf den Finanzmärkten bewegt werden. Gemessen an dem Eigenkapital fallen demnach auch Verluste und Gewinne sehr hoch aus. Wenn also Banken bereits bei einem 1:1-Verhältnis verpflichtet sind zu warnen, so muss man unerfahrene Anleger bei Finanzinstrumenten mit Hebel natürlich umso mehr warnen.

Der Hebel beschränkt in der Praxis auch die theoretisch unendliche Laufzeit der CFDs. Denn sollte das eingesetzte Kapital durch die Verluste verzehrt worden sein, so muss entweder Kapital für das Halten der Position nachgefüllt werden oder der Broker schließt die Position. Die gute Nachricht bleibt also weiterhin, dass man nur so viel verlieren kann, wie man für potentielle Gewinne eingesetzt hat.

Der CFD Handel ist sowohl in vielfältigen Wertpapier-Bereichen eine Option als auch im Handel mit Rohstoffen wie Edelmetallen, Staatsanleihen (Bonds) oder Indizes (NASDAQ, FTSE, DAX,...). Neben der Warnung an unerfahrene Anleger sind die Contracts for Diffrences aber gerade für erfahrene Marktteilnehmer ein transparentes, direktes und effizientes Finanzinstrument, mit dem man auch die Option bekommt, durch Kursverluste Gewinne zu erzielen.

Zum Einstieg in das CFD Trading finden Sie in unseren CFD Broker Vergleich sicherlich den passenden Broker!

Professionell traden 200 EUR CashBack sicher - jetzt einsteigen!